
Hadamar-Gespräche: „Reinhard Heydrich und die nationalsozialistische Vernichtungspolitik“
Der Historiker Dr. Peter Klein der seit 2013 Professor für Holocaust Studies an der Touro University New York, Campus Berlin sowie Dekan des gleichnamigen Studiengangs ist, hält in der Reihe „Hadamar-Gespräche zu Medizingeschichte, Nationalsozialismus und den Folgen“ einen Vortrag.
Reinhard Heydrich als Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes fesselt Biographen, Historiker und Filmemacher gleichermaßen, obwohl seine Rolle in der NS-Vernichtungspolitik mit seinem Tod am 4. Juni 1942 abrupt endete – zu einer Zeit als die europaweiten Deportationen jüdischer Menschen in den Tod sich stark ausweiteten. War er der „Architekt der Endlösung“? Oder war er nur ein Vollstrecker im NS-System, das die Radikalisierung mittrug und politische und „rassische“ Gegner bis zur Vernichtung verfolgte.
Die Vortragsreihe wird von der Gedenkstätte Hadamar und dem Stadtarchiv der Stadt Limburg gemeinsam veranstaltet.
Wann: Donnerstag, den 23. April 2026, 19 Uhr
Wo: Sitzungssaal des Rathauses der Stadt Limburg, Werner-Senger-Straße 10, 65549 Limburg an der Lahn
Eintritt: kostenfrei
Auskünfte: Stadtarchivar Dr. Christoph Waldecker, Tel. 06431 203368, E-Mail: christoph.waldecker@stadt.limburg.de

Musik bei Vitos
Matthias Ehrig und Andreas Uhlmann sind „Mehr Als Wir“. Der Bandname ist ein Versprechen.
Über Loop-Techniken und ausgefuchsten Arrangements erzeugen die beiden Musiker einen unerwartet vollen Bandsound. Stilistisch realisieren „Mehr Als Wir“ eine Durchmischung von Pop, Jazz, EDM und akustischer Weltmusik. Trotz diverser Abstecher in die Ernsthaftigkeit des Lebens macht die Musik der Band einfach Freude. Die Stücke sind voll von Wendungen und Überraschungen.
Wann: Samstag, den 25.04.2026, 20 Uhr
Wo: Klinik-Kapelle Vitos Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Gießen, Licher Straße 106, 35394 Gießen
Eintritt: kostenlos

Ausstellung im Kloster Haina
Hektor und Andromache: Sie legt ihm schützend den Arm um die Schulter, er wendet sich väterlich seinem kleinen Sohn zu, den eine Amme ihm hinhält. Es ist ein klassisches Historiengemälde, wie man es aus der großen Zeit des Klassizismus kennt. Johann Heinrich Wilhelm Tischbein hat die Szene 1812 gemalt und darin jene Schicksalsstunde eingefangen, in der sich der trojanische Sagenheld von seinen Liebsten verabschiedet, ehe er in den Kampf zieht und umkommt. Bei einer neuen Ausstellung im Kloster Haina mit dem Titel „Von Heldentum und Zauberkraft“, die am 15. März 2026 eröffnet wird, ist dieses Bild eines der Exponate, die den diesjährigen Themenschwerpunkt illustrieren: die Historienmalerei.
Mit der Eröffnung der Ausstellung beginnt im Kloster Haina die diesjährige Besuchersaison. Dabei hält die Kuratorin Caroline von der Osten-Sacken einen einführenden Vortrag.
Wo: Zieleingabe für Besucherparkplatz: 35114 Haina (Kloster), Wilhelm-Tischbein-Str. 25
Ausstellungsdauer: 15. März 2026 bis 01.11.2026
Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr
Eintritt: 5 €, bei Führungen 8€

Kunst und Kultur am Autoberg: „Sehnsuchtsland Namibia“
Peter Dommermuth (*1959), der Vorsitzende des Fotoclub Flörsheim am Main 1975 e. V., präsentiert im Rahmen des Veranstaltungsprogramms „Kunst und Kultur am Autoberg“ eine Auswahl von Reisefotografien aus dem ultimativen „Sehnsuchtsland“ Namibia, das er 2024 besucht hat. Namibia, das ist eine einzigartige Kombination aus extremer Weite, surrealen Wüstenlandschaften und einer faszinierenden Tierwelt.
„Wir sind selbst gefahren und haben verschiedene Lodges besucht. Dabei kommt man den Tieren sehr nahe. Der Abschluss der Reise war der Besuch der Victoriafälle“, sagt der Fotograf selbst über seine beeindruckenden Motive.
Wo: Haus Sankt Martin, Facheinrichtung für Wohnungslose, Frankfurter Straße 43, 65795 Hattersheim am Main
Ausstellungseröffnung: 27. März, 14 Uhr
Ausstellungsdauer: 27. März bis einschließlich 30. April 2026
Eintritt: kostenlos, die Veranstalter freuen sich über eine Spende für die Arbeit mit Wohnungslosen.

Phil Hubbe – Bitte etwas ernster!
Im Fokus von »Bitte etwas ernster!« stehen »Behinderte Cartoons«, wie der Künstler sie selbst nennt, darunter die mittlerweile zum Kult gewordene Serie »MS Rainer«. Die Ausstellung spricht offen über Themen, über die viele lieber schweigen, und lädt dazu ein, sichtbare wie unsichtbare Barrieren abzubauen. Durch Humor auf Augenhöhe schafft sie Verständnis, eröffnet neue Perspektiven und bringt Menschen zusammen, die sonst selten ins Gespräch kommen. Bereichert wird sie durch Piktogramm-Parodien und Auszüge aus Phil Hubbes Online-Gästebuch – sowohl positive als auch negative Kommentare.
Gezeigt werden aber auch tagesaktuelle Zeichnungen und Fußball-Motive, die ebenfalls zu Phil Hubbes Schaffen gehören: seit vielen Jahren ist er als Cartoonist für den kicker tätig. Insgesamt sind rund 140 Exponate zu sehen – Cartoons vor allem, aber auch Piktogramme und Objekte.
Wo: Caricatura Galerie, Rainer-Dierichs-Platz 1, 34117 Kassel
Ausstellungsdauer: 28. Februar 2026 bis 26. April 2026
Öffnungszeiten: dienstags bis samstags 12 bis 19 Uhr, sonntags 10 bis 19 Uhr
Eintritt: 6 €, 4€ ermäßigt